Negruta....eine entlaufene Hündin im " Überlebensmodus"

Immer wieder hört man in den Social Medien von entlaufenen Hunden und ganz oft hört man Worte wie „ so etwas darf nicht passieren….“ Gerade dann aber sind Vorwürfe fehl am Platz, denn für jeden Halter eines Hundes und für einen Tierschutzverein ist ein entlaufener Vierbeiner das Horrorszenario schlechthin. Besonders gefährdet sind sehr ängstliche Hunde, welche schon auf alltägliche Geräusche und Situationen mit Fluchttendenzen reagieren. Für BSiN wurde der 2. Februar 2020 zu einem dieser Horrortage, denn die liebe aber auch sehr ängstliche Auslandshündin Negruta war durch die Verkettung unglücklicher Umstände entlaufen. Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch niemand von BSiN, dass sich die Suche nach Negruta über 54 Tage hinziehen würde. Auch wenn es nicht immer einfach war, Negruta ganz alleine draußen zu wissen, so war es BSiN ganz wichtig in dieser Situation Ruhe zu bewahren und nicht in Panik zu verfallen. Denn nur so konnte besonnen und vernünftig das Auffinden von Negruta geplant werden. Was wir kategorisch ablehnen sind Suchtrupps, die durch Wiesen und Wälder laufen und somit einen ängstlichen Hund immer wieder aufscheuchen. Negruta wäre durch solch eine Aktion immer wieder in Panik versetzt worden und nebenbei hätte es ihr unnötige Kraft geraubt. Zunächst wurde Tasso über den Verbleib von Negruta informiert und somit ganz schnell eine Vermisstenmeldung geschaltet. Auch wurden Suchplakate gedruckt, welche uns halfen, die Suche nach Negruta auszuweiten. BSiN schrieb unendlich viel Emails an Institutionen wie Tierheime, Polizei, Feuerwehr, Tankstellen etc. mit der Bitte, jede Sichtung von Negruta an uns zu melden. Nachdem sich Negruta an den unterschiedlichsten Stellen zeigte, wurden von BSiN Futterstellen eingerichtet, in der Hoffnung, dass Negruta diese annimmt. In den folgenden Wochen gab es ein nervenzehrendes Auf und Ab. Mal nahm Negruta eine Futterstelle an, dann war sie wieder über Tage verschwunden. Aber immer wieder gab es Sichtmeldungen, welche BSiN zeigten, dass sich Negruta immer noch in der Nähe des Gebietes aufhielt, wo sie entlaufen war. Während der ganzen Zeit stand uns der Tiersicherer Heino Krannich beratend zur Seite. Als uns bei einer Sichtmeldung mitgeteilt wurde, dass Negruta nur noch auf 3 Beinchen läuft, wussten wir, dass wir nicht mehr viel Zeit hatten Negruta zu sichern. Am 26.3.2020 war es dann endlich soweit… Negruta war sehr hungrig und nahm die von Heino Krannich angelegten Futterstellen an und konnte endlich mit Hilfe einer Lebendfalle gesichert werden. Nach der Rettung wurde Negruta direkt in eine Tierklinik gebracht, weil ihr linkes Beinchen teilweise zerstört war. Die freiliegenden Knochenteile waren hochgradig entzündet und man mag sich gar nicht vorstellen, welche Schmerzen die arme Maus erleiden musste. Wie es zu diesem Unfall kam, werden wir wohl nie erfahren. Die Freude von BSiN die liebe Negruta endlich nach 54 Tagen wieder in Sicherheit zu wissen, wurde nach dem Gespräch mit der Tierklinik getrübt. Um Negruta ein schmerzfreies Leben zu ermöglichen, musste Negrutas Beinchen bis zum Sprunggelenk amputiert werden. Negruta befindet sich inzwischen in einer erfahrenen Pflegestelle und lernt gerade die schönen Seiten des Lebens kennen. Hier kann sie sich von der traumatischen Zeit erholen und gesund werden. Wir hoffen alle, dass, wie geplant, in zwei Monaten eine Prothese angepasst werden kann.

Um Negruta die bestmögliche medizinische Versorgung und Nachsorge zukommen zu lassen, würden wir uns über Ihre Unterstützung in Form einer Spende sehr freuen.