Berner Sennenhunde in Not

Stevie - nichts ist unmöglich

Erinnert Ihr euch an Stevie?

Im Mai war die Not groß. In der Tierklinik war ein großer Milztumor gefunden worden. Stevie brauchte eine neue Pflegefamilie, die rund um die Uhr für ihn zur Verfügung stehen sollte. Zwei Pflegefamilien lösten einzigartig dieses Problem: Stevies neues Pflegefrauchen zog mit den Fellnasen Emily und Stevie ins Haus von Sammys Glückspilzfamilie. So war immer jemand für meinen Pfotenkumpel da. Und bald erreichte mich die gute Nachricht: Der Tumor war gutartig. Stevie war noch schlapp aber gesund nach der großen Operation und machte sich auf die Suche nach seiner eigenen Glückspilzfamilie. Dort durfte ich ihn erneut interviewen.

Franzl: Hallo Stevie, warum heißt du eigentlich schon so lange Stevie Glücksbär in deinem Tagebuch bei Berner Sennenhunde in Not?

Stevie: Dafür gibt es sogar zwei Gründe. Ich bin ganz gesund geworden und tobe herum, wie es sich für einen Berner Bengel gehört. Und ich habe meine Glückspilzfamilie gefunden, die trotz meiner Macken zu mir hält.

Franzl: ich habe davon gehört, dass du dich manchmal so richtig daneben benommen hast?

Stevie: Stell du dir doch einmal vor, du hättest fürchterliche Bauchschmerzen und dann ärgert dich so ein Fell-Macho beim Gassigehen. Da hatte ich mich einfach nicht im Griff.


Franzl: Da wäre ich aber auch ausgerastet. Gut, dass deine Pflegefamilien dich verstanden haben.
Stevie: Und meine Glückspilzfamilie hat sogar zu mir gehalten, als mir solche Dinge auch nach der OP noch passiert sind.
Franzl: Aber warum nachher auch noch? Dein Bauch sieht doch aus wie neu.
Stevie: Darüber möchte ich nicht reden.
Franzl: Aber ich muss meinen Lesern doch ehrlich erzählen, wie es mit dir weiterging.
Stevie: Ich habe sogar Frauchen verletzt, obwohl ich sie soooooooooo gerne habe.
Franzl: Sowas tut aber ein BSiN-Glückspilz nicht. Wie konntest du!
Stevie: Ich schäme mich auch fürchterlich.
Franzl: Aber warum ist es trotzdem passiert?
Stevie: Das hat was mit den Dingen zu tun, die ich für immer vergessen möchte.
Franzl: Für immer vergessen? Ich weiss gar nichts aus deinem Tagebuch bei BSiN, was so ein Pfotenkumpel wie Du unbedingt vergessen müsste.
Stevie: Aber früher. Bevor ich zu BSiN kam. Früher haben Menschen mich geschlagen. Und an diese Zeit mag ich gar nicht mehr denken. Manchmal erinnert mich aber irgendetwas an die schlimmen Tage. Manchmal klingt nur die Stimme eines Menschen so ähnlich wie die Stimmen früher. Dann kriege ich eine Riesenpanik, zerbeiße meine Leine und packe nach meinen liebsten Menschen. Aber das will ich gar nicht.
Franzl: Und deine Glückspilzfamilie macht das mit?
Stevie: Ich kann es selbst kaum glauben. Herrchen und Frauchen halten immer noch zu mir. Sie waren mit mir bei vielen Fachleuten, die mir geholfen haben. Und ich strenge mich, der liebste Berner bei BSiN zu sein.
Franzl: Und jetzt passiert Dir nichts Böses mehr?
Stevie: Meine Menschen tun alles, um Situationen zu vermeiden, in denen ich meine guten Manieren vergessen könnte. Deshalb war ich auch noch nicht bei euren BSiN-Hundetreffen. Soviel Stress kann ich noch nicht vertragen.
Franzl: Erlebst Du jetzt nichts Aufregendes mehr.
Stevie: Quatsch, ich habe etwas wunderschönes Neues erlebt: Mein erstes Weihnachten im Wohnzimmer meiner Menschen. Stell Dir vor, da wuchs im Wohnzimmer ein Glitzerbaum. Und es gab Geschenke. Sogar eigene Geschenke nur für mich. Weil ich so lieb war, durfte ich auch mit den Gästen meiner Menschen kuscheln. So etwas hätte ich mir nie träumen lassen.
Franzl: Und sonst?
Stevie: In der Hundeschule sind die Pausen echt klasse. Jetzt ohne Bauchschmerzen zocke ich mit den anderen Fellnasen um die Wette. Genau wie Du gebe ich Gas und bin nicht mehr zu halten.
Franzl: Aber denke daran: Es gibt nur einen Flummi bei BSiN und das bin und bleibe ich.
Stevie: Ist doch klar.
Franzl: Dann bis demnächst. Wuff!
Stevie: Wuff und grüße mir deine Leser.