Berner Sennenhunde in Not

Vom Flori zum Sammy (Das BSiN Weihnachtsmärchen 2015)

Von Flori zum Sammy (Das BSiN Weihnachtsmärchen)

4 kleine Pfoten finden den Weg zurück ins Leben
4 kleine Pfoten - 25 Kilo geschundene Seele voller


- Unsicherheit
- Ängste
- Panik und
- Trauma

Es vergeht nicht ein Tag, an dem ich bei Sammy´s Anblick keine feuchten Augen bekomme:

- vor Erleichterung, als am 1.10. Anita mit Sammy im Auto ankam
- vor Freude, wenn Sammy unbeschwert seinen Garten erkundet
- vor Glück, wenn er sich in seinem warmen Zuhause auf der Decke räkelt
- vor Liebe, wenn er mit Leon und seinem Rudel um die Wette schmust
- vor Dankbarkeit all das Erleben zu dürfen

Sammy´s Reise in sein ZUHAUSE begann ruhig, besonnen und bei strahlendem Sonnenschein.

Nicole und Anita haben die Box dann in mein Auto getragen, 2/3 der Rückbank war umgeklappt, so dass Flori freie Sicht nach vorne hatte. Er lag ruhig in einer großen, dick gepolsterten Box und erst, als er bei mir im Auto war, hab ich das erste Mal Kontakt zu ihm aufgenommen. Still und leise saß ich vor der Box und hab meinen Kopf vor ihm geneigt.

2. TAG - 02.10.15
Viel Fressen – schlafen – 2 Min. Pippi Runde im Garten – Abgekotet wird total verängstigt, das auch erst am späten Abend und es ist Stress pur für den kleinen Bären. Schon der Anblick der Leine versetzt ihn in eine Stockstarre. Sammy ist ja immer noch in der Küche und kann so auch nicht flüchten, d.h. für mich die einige Möglichkeit ihn vorsichtig anzuleinen.

3. TAG - 03.10.15
Die Leine versetzte Sammy in so große Panik, dass ich ab dem 3. Tag darauf verzichtet habe. Ich durfte schon viele Hunde in ihr sicheres zu Hause begleiten, aber ich habe noch nie einen so panischen, traumatisierten Hund wie Sammy erlebt. Alleine der Blick, seine Körperhaltung, sein fluchtartiges davon Rennen ist nicht in Worte zu fassen. Der Garten ist ausbruchssicher und ich hatte extreme Bedenken, dass Sammy die Leine mit mir in Verbindung bringt und wir keinerlei Vertrauen aufbauen könnten.  Dass er nicht von alleine ins Haus käme, daran hab ich nie gedacht. Notfalls hätte ich mir ein Zelt im Garten aufgeschlagen.

4. TAG - 04.10.15
Die Nacht war wieder ruhig und entspannt, Sammy lässt uns alle schlafen. Getrunken wird erst wenn alles dunkel ist - aber auch das gibt sich nach ein paar Tagen.

Markiert wird wie ein Weltmeister, aber das wussten wir ja. Ich habe dann die ersten Tage die Bauernstube und das Wohnzimmer mit Gittern abgegrenzt. Sammy nimmt nun auch ganz langsam Blinkkontakt auf und schaut nicht immer gleich weg. Ich saß nun auch innerhalb einer Stunde mehrmal für 1-2 Min. neben ihm und durfte ihn gegen Ende leicht über das Pfötchen streicheln, danach nahm er ein bisschen Futter von meiner Hand. Ich bin dann gegangen und er hat alleine weiter gefressen.

In der Küche liegt er nun entspannter, den Kopf zwischen seinen beiden Pfoten ..... und schläft ruhig. Sooooooo schön ......

Rausgehen ist aber immer noch nicht sein Ding ....... Geduld ist angesagt. Wir beobachten ihn ununterbrochen, er ist keine Sekunde ohne uns, damit wir im richtigen Augenblick die Chance nutzen können ohne Flori zu belasten. Ron lockt mit Wiener und erzählt mir strahlend, dass Sammy ihm die Wiener gerade stückchenweise aus der Hand gefressen hat ....... Florin ist aber immer noch im Haus und nicht draußen. Wenn er dann draußen ist wird eiligst sein Geschäft erledigt, dann nimmt er all seinen Mut zusammen und saust wieder ins Haus. 

5. TAG - 05.10.15
Die Küche scheint sein Schutz zu sein. Er liegt dort immer vor der Spüle. Sämtliche Arbeitsgeräusche lassen ihn kalt, ob Kaffeemaschine oder Geschirrspüler.

Unser Bub muss sich erst mal erholen ....... Schlafen, schlafen.schlafen. Die ganze Anspannung der letzten Jahre muss raus .......

Im Haus fühlt er sich nun langsam sicher, sein Lieblingsplatz ist in der Küche. Dort liegt er teils in Seitenlage oder seinen Kopf entspannt zwischen seinen dünnen Beinchen und schläft. Wenn wir in die Küche gehen, bleibt er ruhig liegen, manchmal schaut er nur kurz ohne dabei den Kopf zu heben und döst weiter.

Ron und ich sitzen immer wieder abwechselnd neben Flori ohne ihn zu berühren bzw. anzuschauen. Blickkontakt vermeidet Sammy, er schaut sofort weg.

Heute durfte ich ihn ganz leicht an seinen Pfötchen streicheln.

Gassi Runde im Garten, wenn auch unter starkem Protest. Aber langsam scheint er sich draußen wohler zu fühlen.

07.10.15
Ich heul vor Freude:

Als ich heute Morgen runter kam, war nur noch eine kleine Stelle im EG Markiert. Wie immer, langsam die Türe zum Garten aufgemacht, den Bub gerufen und Flori kam… und lief schnurstracks in den Garten, hat gepullert und ist dann schnellstens wieder rein. 

Wow was für ein tapferes Kerlchen ....... 

09.10.15 
Flori markiert bedeutend weniger, immer nur dann wenn von uns gerade keiner hinsieht. Aber irgendwann wirkt ja der Kastrationschip. 
Nichts desto trotz gehört er eigentlich gründlich untersucht. 

Was mir Sorge bereitet sind seine Ohren ...... Besonders das rechte Ohr ist extrem verdreckt und kohlrabenschwarz, es sieht so aus als wenn alles verstopft wäre.
Hier gehört unbedingt abgeklärt, ob Parasiten, Bakterien, Hefepilze dabei sind ..... 
Äußerlich lässt er sich die Ohren schön behandeln, da hatte er ja an beiden ziemlich dicke Verkrustungen. Sieht bei beiden aus wie ein Brandmal, es ist wirklich der Buchstabe "H" zu erkennen. Das Fell an den Ohren ist voller Schuppen und weißen Punkten...... (Milben?)

Am Körper dürfen wir ihn nun leicht streicheln, ich hab hier aber noch nicht weiter geschaut. Will ihn nicht stressen, er lässt sich das mit den Ohren ohnehin so lieb machen.
Anfangs zuckte er extrem, wenn ich nur ansatzweise an seine rechte Hüfte kam, das ist jetzt vorbei.
Wobei er beim Laufen 2 x eingeknickt ist. Habe fast den Eindruck dass er hinten schon Schmerzen hat.

Er bekommt jetzt täglich zusätzlich
Dexboron.
Vom ersten Tag an gibt es:
Argentum nitricium 
Traumeel und Zeel

12.10.15
Heute Morgen hat mich Flori begrüßt, heißt er hat seinen Kopf aus der Küche gestreckt und geschaut wie ich die Treppe von oben runter kam.
Er lief dann bis zur Terassentüre, hat gewartet bis diese geöffnet war und ist dann schnell raus. Dies alles in geduckter Haltung ohne Blickkontakt. 

Danach gibt es immer Futter für Ihn alleine. Wie gut dass unser Angsthase einen solch ausgesprochen guten Appetit hat.
Die ersten Tage schlang er alles unter großer Anspannung hinein. Ein Maul voll- weg laufen- schauen ….. Maul voll-weg laufen - schauen- ……. 
Jetzt wird langsam und genüsslich gefressen und dann auch gleich wieder angezeigt, dass er noch mal raus in den Garten muss. 

Die folgende Begebenheit erzählt euch Flori selbst:

Stellt Euch vor ....... ich hatte heute Besuch.....ich ganz alleine. Danika und die Buben kennen Ihre Frau Dr. Baumann ja aus der Praxis ... aber für mich ist sie extra zu uns nach Hause gefahren 
Sie hat mir meine Ohren gereinigt, einen Abstrich gemacht, die Zähne angeschaut (sind auch nicht mehr die besten)und mich ganz sachte abgetastet. Na ja, hinten ist auch nicht alles in Ordnung, aber fürs erste sind hier alle zufrieden.
Auf alle Fälle war ich ein so tapferer Bub, aber kein Wunder Fr. Dr. Baumann hat mit mir auf Italienisch geflirtet. 
Ich war zwar danach etwas aufgeregt, aber lange nicht mehr so wie vor ein paar Tagen.

Im Garten bin ich sogar der Oma mal hinterher die macht nämlich gerade Quittengelee und aus dem Rest Quittenmus .Aber Fraule sagt nix für uns Hunde, auch gekocht nicht 

Meine Eltern sind nun zu Besuch da (haben eine eigene Wohnung mit extra Eingang bei uns im Haus).
Sammy hat überhaupt keine Probleme mit Ihnen, ist weder überängstlich noch gestresst.

16.10.15
Sammy bekommt seit 4 Tagen Cimalgex, mir ist aufgrund seiner Nierenwerte nicht wohl dabei aber der Bub soll schmerzfrei sein.

Auffällig ist dass er seit der Einnahme wieder vermehrt Urin absetzt und auch seit 2 Tagen so 2-3 x täglich hustet.

Ansonsten hatten wir heute Morgen ein wunderschönes Erlebnis:
Alle Hunde waren draußen und  Sammy ging um den Teich. Die anderen Drei saßen davor und haben ihn beobachtet. 
Danika wollte Ihn dann aus der Ferne zum Spielen auffordern, doch Leon hielt Sie "Ruhig" zurück. Als Sammy dann fast bei Ihnen war, wollte Leon hin und Timo hielt ihn zurück.
Erst als Sammy auf Ihrer Höhe war, gingen alle Drei ruhig mit ihm ins Haus.
Es war so schön zu beobachten, meine Rudel ist einfach eine solche Stütze für Sammy.

19.10.15
Sammy Schatz ist ein Sonnenschein. Er wirkt ruhiger .... 
und ist seit 3 Nächten sauber. 

Allerdings hat er tagsüber ordentlich im Haus markiert, als ich mit den anderen morgens die erste Runde Gassi war. 
Kam mir vor wie: Protest Pippi von Sammy .... warum gehen alle und ich nicht.
Aber wenn er die Leine sieht, dreht er von mir ab. Zuschauen bei den anderen ist aber okay, da bleibt er ruhig liegen.

Übrigens hatte ich heute Morgen ein schwarzes T-Shirt und schwarze Hose an......
Der kleine Bengel kam zwar auf Zuruf an die Türe, kehrte dann aber immer wieder zurück in den Garten.
Also ich wieder ein weißes T-Shirt angezogen, und siehe da..... er ging an mir vorbei ins Haus, 
Meine Eltern sind gestern wieder heimgefahren, bis dahin gab es morgens immer ein Stück Käse bei Oma unten auf der Terrasse.....die letzen 3 Tage hat er meiner Ma sogar aus der Hand gefressen. 

Schlaues Kerlchen ...Er wartete also wie immer unten vor der Terrassentür auf den Käse- nur war die Oma leider nicht mehr da.

20.10.15
Gestern hat er:
- zum ersten Mal gebellt - ganz tief und heißer 
- mit Danika kurz gespielt als sie ihn zum Spielen aufforderte
- mit Leon Seite an Seite am Abend im Dunklen unser Grundstück bewacht - und das schönste ....... 
Er kam zum ersten Mal aus ca. 6 Meter Entfernung auf mich zu, um sich sein Betthupferl (ein St. Heumilchkäse) aus meiner Hand zu holen.

Heute Morgen ging er in unser Gemüse-Hochbeethaus- blickt sich um, bleibt ruhig in der Türe stehen um dann weiter in den Garten zu laufen.

Ich hab mich auch noch nie über Pipi in meinem Büro gefreut..... aber diesmal schon .... kommt uns schwanzwedelnd von oben entgegen als ich von der Gassi Runde mit dem Rudel heimkam … der hat es echt faustdick hinter den Ohren.....

Sammy blüht immer mehr auf. Im Garten ist er jetzt zu Hause. Sein zu Hause …. Alles wird makiert und ganz feste mit den kleinen Hinterbeinen noch zerstreut. Einige Blumenzwiebeln grub er dabei mit aus, bin gespannt auf unser Frühjahr. 
Er saust mit den anderen im Garten und begrüßt zusammen mit Timo und Leon freudig bellend unseren Nachbarshund (einen jungen Dobermann der bleibt immer bei uns am Zaun stehen).
Wer das alles nicht selbst erlebt, glaubt das nie und nimmer.

25.10.15
Ja, der junge Mann macht sich.
Er kann bellen wie Großer, wird im Garten immer selbstständiger, holt sich sein Leckerli ob im Haus oder im Garten von der Hand. Er fängt langsam an, sich an unseren Hunden zu orientieren, läuft auch ab und an mit denen gemeinsam raus in den Garten, wenn sich etwas regt.

Draußen mutiger, drinnen auch. Heißt er bewegt sich im Haus, liegt nicht mehr in der Küche. Am Abend, wenn der Kachelofen angemacht wird, am liebsten mit den anderen im kühleren Dielenbereich. 
Zu meinem Nachteil, denn wenn ich nun zum Ohrenputzen ankommen flitzt er wie ein Wiesel weg. Gleiches beim reingehen- ich rufe ihn, er kommt, sieht mich, bellt mich an und weg ist er. Hat er von Dienstag-Donnerstag gemacht und wir haben überlegt, was wir wohl falsch gemacht haben.

Also den dunklen Schmutzfangteppich wieder entfernt, keine schwarzen T-Shirt mehr getragen (mit dem fing es an) und weiter gerätselt. Wir wissen es nicht genau. 
Seitdem gibt es das Fressen am Morgen von seinem Napf aus meiner Hand. Hört sich schlimm an, aber sein Hunger ist größer als seine Unsicherheit, am Schluss kommt er immer, obwohl der Napf schon leer ist. DENN ich locke nicht sondern sitze und warte und warte bis Sammy kommt. Wenn er dann bei mir ist öffnet sich meine Hand und er bekommt seine „Belohnung“. 
Gassi gehen ist nicht drin, wird auch noch dauern. Leine ist für ihn ein absoluter Gräuel. Er schaut zwar immer zu, wenn wir alle anderen anleinen aber wehe ich nehme nur seine in die Hand. Dafür ist die Freude riesig, wenn wir wieder heimkommen. Heut hat er Leon sogar mit einem Stubser an die Schnauze begrüßt.

Wir Menschen sind ihm aber immer noch suspekt. Von alleine kommen und etwas Kuscheln einfordern, da ist er noch weit entfernt. Mal bleibt er ruhig liegen, mal steht er auf wenn er einen von uns sieht.
Wenn er entspannt liegt, kann ich mich aber „gaaanz laaangsam zu ihm hin robben“ und sanft mit ihm schmusen. Mittlerweile genießt er es auch, seine Augen schließen sich, sein ganzer Körper ist locker. 

Und er fängt langsam an, mich auch anzuschauen und blickt nicht immer gleich weg, wenn sich unsere Blicke zufällig treffen. 

Aber seine Welt ist momentan der Garten. Den kann er unbekümmert erkunden - heute hat er sich sogar auf den Steinen richtig gewälzt. Lag auf dem Rücken und hat die Beine in die Höhe gestreckt. 
Wunderschön anzuschauen – ein großes Glück dies zu erleben.
Am Abend kam er sogar ganz zaghaft in die Bauernstube - Flori - holt sich ein Stück Käse und weg ist er. 

01.11.15
4 Wochen zu Hause: 
Je sicherer sich Sammy in seinem Garten fühlt, umso mehr weicht seine „starre Angst“ gegenüber den Menschen und verwandelt sich in vorsichtiges Abwägen zwischen Misstrauen und Unsicherheit
Ich habe zwischendurch das Gefühl, wir gehen wieder einige Schritte zurück.
Man merkt sofort, wenn ich nicht 100% bei ihm bin. Sei es lange Telefonate oder nur die Arbeit oben im Büro. Oder liegt es doch an den Schmerzmitteln, Sammy wirkt manchmal wie verändert. Ich mach mir so meine Gedanken.

Sammy ist ein absolut unproblematischer und lernfreudiger Hund.
Im Haus gibt es – außer sein Markieren und die immer wieder zerfetzten Hundedecken- keinerlei Probleme. 

Unser täglicher Tagesablauf ist voll auf Sammy umgestellt, und dies wird auch noch lange Zeit so bleiben.
Aufgestanden wir morgens 1 Stunde früher, ich gehe dann zu Sammy und Leon runter ( Timo und Danika schnarchen noch etwas mit Herrle oben).
Sammy begrüßt mich wedelnd aus Entfernung, geht aber immer vor mir zurück und nie auf mich zu. Ich schmuse dann etwas mit Leon, Sammy schaut neugierig zu und auf mein Kommando „Pippi machen geht er mit mir an die Türe, ich kann diese dann in seiner Anwesenheit öffnen und er rennt freudigst in den Garten.

Das Reinkommen ist noch problematisch, an der offenen Türe stehen darf niemand. Geduld und warten ist die Devise wie gut dass es noch nicht so kalt ist und keiner unter Zeitdruck ist. Wenn er dann im Haus ist, heißt es Türe zu - schneller und leiser als Sammy zu sein, denn sonst ist der Bub wieder draußen.
Gefüttert wird weiter aus der Hand- auf Zuruf und als Belohnung- das klappt meist recht gut. 

20.12.15
Welch unendliches Leid muss Sammy zugefügt worden sein, dass seine Seele so gebrochen wurde. 
Ich habe noch nie einen Hund erlebt, der auch nach Wochen noch vor uns Menschen zurück weicht, sich im ganz normalen Alltag nicht anfassen, nicht streicheln lässt.
Wobei die Tendenz nun im Garten mehr auf …. mit „Fraule“ mitgehen tendiert, sofern Fraule lecker, stickigen Blättermagen in der Hand hält……

Im Haus gibt es nun auch, sehr viel Geduld erforderliche, Annäherungen:
- am Boden sitzend warten bis er langsam ankommt, dann gibt es TK
- im Büro sich langsam neben ihm hinlegen dann genießt er auch entspannt das streicheln

Von Flori zu Sammy (Das BSiN - Weihnachtsmärchen)

In Alltagssituationen ist Sammy mittlerweile total relaxt:

- Besen oder Staubsauger - Kein Problem: Er bleibt ruhig liegen - kein Aufstehen, kein davon rennen. Er wirkt dabei auch nicht sonderlich ängstlich was uns alle sehr verwundert.
- Raus und reingehen klappt nun GsD auch ohne Probleme. Vorbei die Zeit der nassen, kalten Ohren und des geduldigen Wartens
- Fressen: Immer gerne – trotzdem in Stress Situationen kann man auch Sammy nicht damit locken
- Gefressen wird im Rudel – zuerst wird ca. ½ Std. zugeschaut wie aus Gemüse, Obst ein Brei gemacht wird, wie alle Näpfe gefüllt werden und dann für jeden Einzelnen das „Tischlein“ gedeckt wird. Spannend aber Sammy hat schnell kapiert, dass es nur was gibt, wenn Ruhe herrscht.

Was seine Gesundheit betrifft habe ich den Kontrollbesuch beim TA ins neue Jahr verschoben. Es war und ist einfach zu viel Stress, ohne Sedierung kannst Du Sammy nicht untersuchen, und der Weg bis zur Sedierung ist sowohl für ihn als auch für mich mehr als stressig.
Er bekommt von uns alle erdenkliche Unterstützung in Form von gesunder Ernährung, Schmerz-und entzündungshemmende Mittel. Meine Tochter behandelt ihn mit Phytotherapie aus der TCM und Bioresonanztherapie.

Es gibt auch einen traurigen Sammy der heulen kann wie ein Wolf (eine meiner schwersten Minuten am Tag, aber da müssen wir alle durch)
Wenn sich das Rudel aufmacht zum morgendlichen Spaziergang. Kaum sind wir alle draußen, liegt Sammy hinter der Glasscheibe und wartet dort bis wir alle wieder da sind.

Sein Rudel, vor allem Leon wird mit Bussi-Bussi begrüßt und dann geht es noch mal gemeinsam in den Garten bevor es Fressen gibt.
Ja sein Rudel – ohne die Fellnasen wären wir hier noch lange nicht so weit.
Alles was Sammy hier kann und macht, hat er sich vom Rudel abgeschaut. 
Trotz seiner Ängste ist Sammy ein unkomplizierter, lieber und vor allem super kluger Bub. 

Mein Herzenshund hat schon soooo viel überwunden – den Rest schaffen wir auch noch gemeinsam 
Mit viel Liebe und Geduld und Sammy´s starken Charakter

Wir wünschen Euch allen von ganzem Herzen

eine ruhige, gesegnete und friedliche Weihnacht


https://youtu.be/G0yAdksNLJM  

Von Flori zum Sammy (Das BSiN  Weihnachtsmärchen)